crowdinvesting-compact P.O.L.K.A.-Prinzip hilft
Wir haben uns im Zusammenhang mit dem Risiko insbesondere über das häufig vorkommende Nachrangdarlehen Gedanken gemacht, wie potenzielle Anleger in wenigen Schritten ein Investment vorab prüfen können und haben das P.O.L.K.A.-Prinzip entwickelt, um das crowdinvesting Risiko deutlich zu reduzieren. Dieses Prinzip läßt sich aber auch andere Produkt-Arten ableiten.
Grundsätzlich sollte Ihnen bei jeder Geldanlage folgender Zusammenhang klar sein:
Je höher die Zinsen bzw. Renditen desto größer in der Regel das Risiko. Dies heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass Geldanlagen mit niedrigen Zinsen bzw. Renditen risikoloser sind.
P. für "Projektentwickler Risiko"
Die jeweiligen Projekte hängen maßgeblich von dem jeweiligen Projektentwickler bzw. Unternehmen ab, die Sie finanziell unterstützen. Arbeitet der Entwickler bzw. Unternehmen unorganisiert, so ist die Aussicht auf termingerechte Fertigstellung gefährdet. Wirtschaftet der das Unternehmen ineffizient, so steht unter Umständen das komplette Projekt oder die Unternehmung an sich auf der Kippe. Von daher ist es wichtig, sich im Vorfeld mit dem Unternehmen näher zu beschäftigt. Dies kann beispielsweise durch Internetrecherche erfolgen.
Folgende Punkte können hierbei geprüft und folgenden Fragen gestellt werden:
Möchte man bspw. in ein Projekt eine höhere Summe (max. 10.000 Euro möglich) investieren, so kann zudem überlegt werden, etwaige Geschäftsberichte anzufordern. Auch hier bietet das Internet Möglichkeiten, derartige Berichte gegen eine geringe Gebühr anzuforden, sofern die Firma entsprechende Berichte veröffentlicht hat. Eine weitere Option crowdinvesting Risiken durch Informationen zu reduzieren wäre die Recherche auf dem Portal www.bundesanzeiger.de. Zudem haben wir für Sie noch eine Seite aufbereitet, bei der Sie weiter Informationen zu den Besicherungen bei crowdinvesting Projekten erfahren.
O. für "Objekt Risiko"
Entscheidend bei einer eigenen Prüfung des Angebots ist natürlich das Objekt als solches. Dieses kann auch das Unternehmen an sich sein. Vor allem im Bereich crowdinvesting Immobilien sind die Nutzungsart des Objektes und die erwarterten Erlöse wichtige Punkt auf den man schauen kann. Beim Bereich der Erneuerbaren Energien ist dies hinsichtlich der Erlöse z.B. der Einspeisesatz, den der Anlagenbetreiber erhält und beim Bereich Unternehmens crowdinvesting beispielsweise bestehende oder realistische Umsatzerlöse.
Bei Immobilenprojekte sind oftmals m² Verkaufspreise angegeben. Hier kann man als Investor bswp. auf diversen Immobilienplattformen ca. m²-Preise aus der jeweiligen Region abrufen und bekommt somit einen Eindruck, ob diese realistisch ist. Natürlich sind diese Informationen nur Anhaltspunkte, da man (sofern beschrieben) auch immer auf die jeweilgen eingebauten Standards berücksichtigen muss. D.h. bei gehobener Ausstattung wird auch der m²-(Verkaufs-)Preis entsprechend höher sein müssen.
L. für "Lage Risiko"
Lage, Lage, Lage…
Dieser Aspekt ist inbesondere für Immobilien Projekte wichtig. Das sind standardmäßige Aussagen, wenn es darum geht Immobilien zu beurteilen und zu bewerten. Auch beim crowdinvesting im Bereich Immobilien spielt dies selbstverständlich eine Rolle. Ist das Objekt in einer Lage, die bspw. eine gute infrastrukturelle Anbindung (ÖPNV, Straßen etc.) besitzt? Wie wichtig ist die Lage für die dahinterstehende Nutzung der Immobilie?
K. für "Kosten Risiko"
Ein nicht unwesentlicher Risiko-Faktor beim crowdinvesting sind die Kosten. Hierzu muss man in die Kostenberechnung des Projekts und die Kosten des jeweiligen Angebots per se unterscheiden.
Ersteres, also die Kostenberechnung des Projekts, dürfte in der Regel schwer bis gar nicht nachvollziehbar sein für den Investor. Dies liegt in erster Linie daran, dass man keinen Einblick hat welche Verträge im Hintergrund vorhanden sind, was beispielsweise Handwerksleistungen bei Immobilien kosten, wie das Preisniveau in der jeweiligen Region ist etc.
Einfacher zu erkennen sind die Kosten beim angebotenen crowdinvesting-Projekt selbst, d. h. welche Kosten/ Gebühren muss der Projektiere bzw. das Unternehmen bezahlen, um sich das Darlehen über crowdinvesting-Plattformen zu beschaffen. Hier muss oftmals ein sog. Vermögensinformationsblatt, kurz VIB, zur Verfügung bereitgestellt werden. Das VIB muss auf maximal drei DIN-A4-Seiten kurz und verständlich über die angebotene Vermögensanlage und somit auch über die Kosten informieren.
crowdinvesting ist in der Regel für Kunden kostenfrei, aber…
In den bisher uns bekannten Fällen ist crowdinvesting mit keinerlei Kosten für Investoren verbunden. Wir unterscheiden aber hier einmal genauer und gliedern Kosten in direkte und indirekte Kosten auf.
Direkte Kosten: Hierunter verstehen wir die Kosten, die dem Nachrangdarlehensnehmer entstehen, wenn er über crowdinvesting-Plattformen Kapital einsammeln möchte. Diese Kosten bestehen meist aus folgenden typischen Gebühren:
# Plattform, die das Darlehen Investoren zur Anlage anbietet
# Laufende Gebühren für die Verwaltung während der Darlehenslaufzeit (Kundenservice, Marketing)
# Gebühren für den Zahlungsabwickler/ Treuhänder
# Gebühren für die Vermittlung des Nachrangdarlehenskapitals auf der crowdinvesting-Plattform
crowdinvesting-compact-FAZIT:
In der heutigen Zeit ist nichts umsonst. Jegliche Finanz-und Verischerungsprodukte beinhalten Kosten. Dies sollte jedem Investor klar sein. Auch wenn man in der Regel selbst direkt nicht mit Gebühren belastet wird, so geschieht dies indirekt. Wären bspw. weniger direkte Kosten vorhanden, so könnten ggf. Zinserwartungen leicht höher sein. Nichtsdestotrotz ist crowdinvesting im Normalfall ein relatives kostenschlankes Produkt für Investoren.
A. für "Angemessene Rendite"
Der letzte Punkt des crowdinvesting-compact.de “P.O.L.K.A.-Prizinps” bezieht sich auf die zu erwartenden Verzinsung. Hier muss jeder Investor eigenständig beurteilen, ob die individuelle Projektverzinsung adäquat ist und den erwartetenden Risikoausgleich bietet.
Das maximale Risiko liegt im schlimmsten Falle im Totalverlust der Einlage. Eine Nachschusspflicht ist ausgeschlossen. Einmal erhaltene Zinsen sind nicht rückforderbar.